- Neuenstein Jahresfeier des Gesangvereins Froh und Heiter
- Wir bieten Chormusik verschiedenster Facetten", eröffnete Vorstandsmitglied Karl-Heinz Schirmer den unterhaltsamen Abend. Erstmals live auf der Bühne: der neue Popchor Yes. Das Söllbacher Theaterle zeigte sich für den heiteren Teil verantwortlich.
Premiere Die Jahresfeier von Froh und Heiter aus Obersöllbach hatte viel versprochen - und alles gehalten. Groß angekündigt und mit Spannung erwartet, der vor einem halben Jahr ins Leben gerufene Popchor Yes (Yes Everybody Sings).
Und noch ein Novum. Durchs Programm führte die charmante Moderatorin Sarah Wild. Sie gab zu verstehen, dass mit der Musik alle Grenzen überschritten werden können. Dies sei auch bei russischen und amerikanischen Liedern möglich. Herkunft und Stile seien verschieden, so Wild.
"Die russische Musikszene bietet mit der stets frischen Kalinka eine Ikone der Volksmusik". Der gemischte Chor ließ tief in die russische Seele blicken. "Nehmen Sie das Russland-Feeling mit", riet Wild.
Weites Amerika Wie aus dem Ei gepellt (O-Ton Wild) stand der neue Popchor auf der Bühne. Das Publikum wurde mitgenommen in die Weite Amerikas. Der Traum der Freiheit war greifbar nahe. Der Chor durchquerte das Land mit Frank Sinatras .New York" und einem West Coast Medley.
"Habe ich zuviel versprochen?"
Die Moderatorin antwortete gleich selbst. "Wir setzen noch einen drauf", Mit der West Side Story überzeugten die 50 Sänger von 12 bis 65 Jahren mit harmonischem Chorklang, viel Power und einer gekonnten Choreografie. "Das war Amerika in absoluter Reinkultur".
Sheriff Der gemischte Chor nahm den Faden auf und setzte die Reise durch den wilden Westen fort. Die Lieder verbreiteten Lagerfeuerromantik und Geschichten von Cowboys und Indianern. Und auch das gibt's nicht alle Tage: Chorleiterin Käthe Wild wurde zum Sheriff ernannt. Der Beifall bestätigte ihr Engagement und Können.
Mit dem Baumwollpflückerlied endete die musikalische Reise. Dorthin, wo die Wiege der schwarzen Musik stehe, nahm der Chor mit A-Capella- Klängen das gut aufgelegte Publikum mit.
Theater Was wäre die Jahresfeier der Söllbacher aber ohne ihr Theaterle? Genüssliche Szenen in einer Seniorenresidenz und perfekt dargebotene Umbauszenarien erheiterte das Publikum. Aus einem kränklichen Opa (Karl-Heinz Schirmer) entpuppte sich ein fescher Liebhaber. Mit seiner Auserwählten (Renate Ungerer) konnte er am Ende über wirklich schräge Telefonnummern von Herzen lachen.
|